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Lüftungsanlagen - Ofen

Verbrennungsluft und Raumluftunabhängigkeit


Wie wird mein Kaminofen mit Verbrennungsluft versorgt?

In der Regel wird das Kaminofenfeuer ausreichend mit Luft aus dem Aufstellungsraum versorgt. Die dichte Bauweise von Wohngebäuden kann allerdings dazu führen, dass für den Betrieb eines Kaminofens nicht genügend Luft zur Verfügung steht. Um die Luftversorgung sicherzustellen, können fast alle Kaminöfen mit einer eigenen Luftleitung mit Verbrennungsluft versorgt werden. Bei Neubauten und Gebäudesanierungen sollte diese externe Luftzuführung bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden.


Wann ist ein raumluftunabhängiger Kaminofen erforderlich?

In Wohnräumen mit Lüftungsanlagen sind besondere Schutzvorkehrungen vorgeschrieben, da Lüftungsanlagen einen Luftunterdruck erzeugen können. Durch die Lufteintrittsöffnungen des Kaminofens über die normalerweise die Verbrennungsluft aus dem Aufstellungsraum einströmt, könnten Rauchgase in den Wohnraum gelangen. Um dem vorzubeugen, wurden Kaminöfen entwickelt, die unabhängig von den Druckverhältnissen der Raumluft sicher brennen. Raumluftunabhängig geprüfte Kaminöfen haben eine Zulassungs-Nr. des Deutschen Instituts für Bautechnik DIBT und müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Aufgrund ihrer Bauart gegenüber dem Aufstellungsraum so dicht sein, dass bei einem statischen Überdruck in der Feuerstätte keine Abgase in potenziell gefährlicher Menge in den Aufstellungsraum gelangen können,
  • über einen Luftkanal direkt aus dem Freien mit Verbrennungsluft versorgt werden,
  • mit einer selbstschließenden Feuerraumtür ausgestattet sein.


Dürfen auch raumluftabhängige Kaminöfen zusammen mit Lüftungsanlagen betrieben werden?

Laut Lüftungsnorm DIN 1946-6:2009-05 Tab. 19-Auslegungs-Differenzdruck für Gebäude im Standardfall in Gleichung (13) ist der Lüftungsanlagenersteller dazu verpflichtet sicherzustellen, daß im Aufstellraum kein höherer Unterdruck als 4 Pascal entstehen können.

Nach den Beurteilungskriterien des Schornsteinfegerhandwerks ist der gleichzeitige Betrieb von Kaminöfen in Wohnräumen mit Lüftungsanlagen möglich, wenn folgende Maßnahmen berücksichtigt werden:

  • Es ist eine „geprüfte Sicherheitseinrichtung“ vorhanden, die den Unterdruck im Aufstellungsraum überwacht und sicherstellt, dass kein Unterdruck überhalb des Grenzwertes entsteht (z. B. bei Luftdruckwächter 4 Pa).
  • Ist zusätzlich zur Wohnungslüftungsanlage eine Dunstabzugshaube mit Abluft in Betrieb, ist eine ausreichende Luftnachströmung sicherzustellen und die Dunstabzugshaube an die bereits vorhandene Sicherheitseinrichtung der Lüftungsanlage anzuschließen oder separat, z.B. mit einem Fensterkontaktschalter, abzusichern.
  • Beim alleinigen Abluftbetrieb einer Dunstabzugshaube ist eine ausreichende Luftnachströmung sicherzustellen und die Dunstabzugshaube mit einem Fensterkontaktschalter oder mit einer Sicherheitseinrichtung zu verbinden.

Die Verbrennungsluftversorgung von außen durch eine Luftleitung wird empfohlen.